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BKL-Mitgliederversammlung ernennt Ehrenmitglieder
Bad Heilbrunn. Auf der Mitgliederversammlung des BKL wurden Dr. Anneliese Kotten und Professor Dr. Walter Huber einstimmig zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt.
Beide erhielten die Ehrung aufgrund ihrer herausragenden Leistungen und Ihre Bedeutung für die Klinische Linguistik in Deutschland.
Annelie Kotten darf wohl als die erste Linguistin in einer medizinischen Einrichtung betrachtet werden. Schon früh entstand der Kontakt zu Professor Anton Leischner, dessen Ziehtochter sie bald wurde. Das enge fachliche und persönliche Verhältnis beider dauerte bis zu Leischners Tod im 102ten Lebensjahr im letzten September.
Annelie Kotten hat für viele LinguistInnen den Weg in die Aphasieforschung und –behandlung bereitet. Ihr erfolgreiches Wirken, das Eva Engl-Kasper in einem sehr persönlichen und unterhaltsamen Festvortrag gewürdigt hat, fand seinen Ausdruck nicht nur in ihrem Engagement vor Ort und in Verbänden, sondern auch in einer Vielzahl von Publikationen, die sich an prominenter Stelle unter den deutschsprachigen Standardwerken einreihen.
Als BKL- Vorsitzende und hat Annelie Kotten die Kooperation der Akademischen Sprachtherapeuten im dbs bis zur ihrer Amtsübergabe an Ernst de Langen im Jahr 2001 gefördert und auch gegen manche Widerstände vorangetrieben.
Es war ein besonders passender und würdiger Rahmen, Annelie Kotten die Ehrenmitgliedschaft anlässlich ihres jüngst begangenen 70ten Geburtstags an dem Ort zu verleihen, an dem Sie die Sprachtherapeutische Abteilung aufgebaut und bis zum heutigen Tag spürbar geprägt hat.
Wenn schon der Blick sich bei solchen Anlässen zwangsläufig in die Vergangenheit richtet, so schaut die Jubilarin selber in die Zukunft. Annelie Kotten wird sich weiter einmischen, hat versprochen präsent zu bleiben und bereits angekündigt, dass weiter von ihr zu hören und zu lesen sein wird.
Nicht anders verhält es sich bei Prof. Walter Huber. Nach seiner Emeritierung widmet er sich vermehrt Forschungsthemen der Sprachtherapie. Als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gesundheitsfachberufe des Gesundheitsforschungsrats nimmt er auch künftig Einfluss in einer Schlüsselposition.
Walter Hubers Wurzeln liegen für seine Person in Oberbayern, wo er in Uffing am Staffelsee geboren wurde. Für das Fachliche und seine Wissenschaftlichkeit ist es die Linguistik. Diesen Wurzeln fühlt er sich verpflichtet und zu ihnen bekennt er sich bis heute.
Sicher ist Walter Huber zu den Wanderern zwischen den sprachtherapeutischen Welten zu zählen. Jedoch wurde der Gedanke einer obligatorischen soliden linguistischen Ausbildung für alle Sprachtherapeuten durch ihn nicht nur proklamiert, sondern dort, wo es seinem Einfluss unterlag, auch in die Tat umgesetzt.
In seiner Laudatio bezeichnet der BKL-Vorsitzende, Berthold Gröne, Walter Huber deshalb auch als einen „Sprachanatomie-Lehrer“ im besten Leischnerschen Begriffsverständnis mit nachhaltiger Wirkung auf seine Schüler.
Mit seinem Schaffen hat sich Walter Huber die Anerkennung unter allen sprachtherapeutischen Berufsgruppen im Lande (und darüber hinaus) erworben. Auch seine Publikationen zählen längst zu den Fachstandards.
Der BKL ist froh und auch ein wenig stolz, Annelie Kotten und Walter Huber in seinen Reihen zu haben.
Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft erfolgt ein Dankeschön für die großen Leistungen, die beide auf dem Gebiet der Klinischen Linguistik erbracht haben, verbunden mit der der Anerkennung und dem Respekt, die uns diese Leistungen abverlangen.
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