| (1)
Kognitive Modellierung und Diagnostik
von erworbenen Schreibstörungen
(Tobias Bormann, Erfurt)
Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen neuere
Entwicklungen der kognitiven Modelle des Schreibens,
die über die bekannten zwei oder drei Routen
hinausgehen und eher eine kaskadierende oder
interaktive Verarbeitung nahelegen. Anhand von
Patientenbeispielen (gern auch aus der eigenen
Praxis!) sollen die wichtigsten theoretischen
Neuerungen erarbeitet werden; außerdem
sollten nach dem Seminar die wichtigsten Variablen
bekannt sein, die das Schreiben einzelner Patienten
beeinflussen können und die bei der detaillierten
Diagnose einer Schreibstörung berücksichtigt
werden sollten.
(2)
Textanalyse bei nicht-aphasischen Sprachstörungen
(Evelyn Ferstl, Fank Regenbrecht, Leipzig)
In dem Workshop werden an Videobeispielen von
Patienten mit nicht-aphasischen Sprachstörungen
gemeinsam Textanalysen durchgeführt. Unberücksichtigt
bleiben dabei Methoden der Gesprächsanalyse.
Im Mittelpunkt stehen erwartbare Störungsprofile
dieser Patientengruppe bei der Textproduktion
(z.B. Bilderbeschreibungen und prozedurale Texte)
und Methoden der Propositionsanalyse. Anhand
evaluierten Materials werden Beschreibungsebenen
wie Kohärenz, Kohäsion und Makrostruktur
thematisiert. Der Workshop soll ebenfalls dem
kritischen Erfahrungsaustausch dienen.
(3)
Spontansprachanalyse
(Petra Klocke, Marion Wittler, Bielefeld)
Im Seminar „Spontansprachanalyse“
sollen sowohl Äußerungen von Normsprechern
als auch pathologische Sprache untersucht werden.
Hinsichtlich der pathologischen Sprache sind
insbesondere die Aphasien von Interesse, wobei
jedes Syndrom anhand von Audiobeispielen getrennt
betrachtet und (in Auszügen) analysiert
wird. Neben den Aphasiesyndromen werden auch
pathologische Anteile der Spontansprache anderer
neurologischer Erkrankungen (z. B. SHT, Demenz,
Frontalhirnläsionen) in Ansätzen dargestellt.
Außerdem werden verschiedene Analysesysteme
sowie aktuelle Forschungsergebnisse aus dem
Bereich der Spontansprachanalyse vorgestellt
und diskutiert.
(4)
PC-Schriftsprachetraining mit USB-stick
(Mike Roth, Allensbach)
Gezeigt wird ein Programm „Serie“
(Windows), ein Autorensystem für (Schrift)Sprachtraining.
Eingegeben werden Texte (Serien von Zeichen).
Das Programm erstellt aktive Felder, auf die
Elemente des Zieltextes verteilt werden. Aufgabe:
die Teile in richtiger Reihenfolge „zusammenklicken“.
Im Seminar sollen Erfahrungen ausgetauscht und
User-Wünsche diskutiert werden.
(5)
Aphasie im familiären Gespräch:
Alltagsverfahren des Aphasiemanagement
(Angelika Bauer, Elzach)
Anhand von Fallbeispielen zur Entwicklung der
familiären Kommunikation im Laufe des ersten
Jahres nach Eintritt der Aphasie, sollen grundlegende
Charakteristika des Adaptationsprozesses sowie
die Ressourcen, auf die die Beteiligten (Aphasiker
und sprachgesunde Familienmitglieder) dabei
zugreifen, vorgestellt und diskutiert werden.
(6)
Diagnostik und Therapie von Sprachverständnisstörungen
bei Kindern
(Werner Gebhard, München, Claudia Zenger,
Bad Aibling)
In unserem Workshop wollen wir den Stellenwert
(Häufigkeit, Prognose) des immer noch diffusen
Störungsbildes darstellen. Unter möglichst
starker Mitwirkung der Teilnehmer/innen sollen
dann diagnostische und therapeutische Ideen
gesammelt und diskutiert werden.
(7)
Einführung in LeMo: Grundlagen
und praktische Anwendung
(Ingrid Aichert, München, Steffanie Kiermeier,
Bad Aibling)
Es wird das modellorientierte Diagnostikverfahren
LeMo (De Bleser et al., 2004) vorgestellt. Neben
theoretischen Hintergründen, dem Testaufbau
und Durchführungsprinzipien soll die praktische
Anwendbarkeit anhand von Fallbeispielen diskutiert
werden.
(8)
Laryngoskopische Diagnostik neurogener
Dysphagien
(Rebecca Oldenburg, Ute Schröder, Bad Aibling)
In diesem praxisorientierten Workshop für
Endoskopie - Einsteiger werden Beobachtungkriterien
zur flexiblen, transnasalen laryngoskopischen
Diagnostik (FEES) vorgestellt. Anhand von Videobeispielen
wird die Befunderhebung bei neurologisch bedingten
Dysphagien geübt sowie beispielhaft Therapieansätze
abgeleitet. Grundlagen in den Bereichen klinische
Diagnostik und Therapie von Dysphagien werden
vorausgesetzt.
|