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BKL-Workshop Archiv
Workshop Klinische Linguistik 2003
Abstracts

Dysphagie
Christiane Borr (Bielefeld):
Zervikale Auskultation bei Dysphagie

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Ziel der Studie ist zu untersuchen, ob die Methode der Zervikalen Auskultation (cervical auscultation; CA) als einfaches nichtinvasives Verfahren zur Diagnostik von oropharyngealen Dysphagien neurogenen Ursprungs bei Erwachsenen eingesetzt werden kann.

Es wurde eine CA-Analyse von 10 weiblichen und 4 männlichen neurologischen Patienten im Zustand nach cerebrovasculärem Insult mit Aspirationen als Kriterium für eine schwere Dysphagie erstellt und mit 25 aus 250 zufällig ausgewählten gesunden Probanden in der Altergruppe 25-50 und mit 25 gesunden Probanden in der Altersgruppe 60-97 verglichen.

Anschließend wurden die Resultate der CA-Analyse der Dysphagiker mit den Ergebnissen der CA-Analysen der beiden Kontrollgruppen verglichen.

1. Hypothesen
Klinische Beobachtungen lassen eine Differenzierung zwischen der Dysphagikergruppe und den Kontrollgruppen der Gesunden als auch eine Differenzierung zwischen der jüngeren und der älteren Kontrollgruppe aufgrund altersbedingter Veränderungen erwarten.

2. Durchführung
Vorab wird der Schluckkontrollgriff durchgeführt. Dann bekommt der Proband 3x10 ml Wasser in kleinen Bechern, die er nach Aufforderung austrinkt. Der Untersucher platziert das elektronische Stethoskop im Trigonum submandibulare in einer gedachten Linie zwischen Schild- und Ringknorpel vor dem M. sternocleidomastoideus linksseitig. Die Schluckvorgänge werden als PCM-Wavesounds gespeichert.

3. Rating
Zwei Rater annotieren charakteristische zeitliche Parameter im visualisierten Geräuschprofil, die mit physiologischen Ereignissen während der pharyngealen Phase des Schluckaktes einhergehen.

4. Ergebnisse
Die statistische Auswertung ergibt signifikante Unterschiede im Vergleich der Gruppen bezüglich folgender Parameter:
- Dauer der Schluckapnoe
- Dauer des initialen Schluckgeräuschs
- Dauer zwischen Beginn der Schluckapnoe bis zum Beginn des initialen Schluckgeräuschs



Kontakt:

Christiane Borr
christiane.borr@uni-bielefeld.de