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BKL-Workshop Archiv
Workshop Klinische Linguistik 2003
Abstracts

Gebärdensprache
Daniela Happ, Helen Leuninger (Frankfurt):
Zur Verarbeitung morphologischer Information in der Sprachproduktion: Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Lautsprache im Vergleich

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Versprecher wie „nerve die Nahrung, nähre die Nervung, nähre den Nerv“ belegen, dass die echtzeitliche Sprachproduktion einen erheblichen Grad an –Feinkörnigkeit (Granularität) aufweist. Offenkundig sind an der sprachlichen Berechnung auch sehr abstrakte morphologische Informationen beteiligt. Typologisch gesehen ist die Morphologie der Deutschen Lautsprache im wesentlichen (linear) verkettend. Funktional bedeutet dies, dass Flexive leicht abgetrennt werden können. Wie aber verhalten sich Flexive in einer Sprache, deren Morphologie einen hohen Anteil (simulataner) nicht-verkettender Elemente enthält und die darüber hinaus von verschiedenen manuellen und nicht manuellen Artikulatoren Gebrauch macht, wie es die Deutsche Gebärdensprache ist. Zur Beantwortung dieser Frage berichten wir von Ergebnissen eines Forschungsprojekts, in dem wir gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Versprecher und Vergebärdler miteinander vergleichen.

Handout (PDF)

Kontakt:

Prof. Dr. Helen Leuninger
Johann-Wolf-Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Deutsche Sprache und Literatur II
Sprachwissenschaft: Lehrstuhl Helen Leuninger
Grüneburgplatz 1, 4. Stk.
60629 Frankfurt / Main
leuninger@lingua.uni-frankfurt.de